
Lassen Volcanic Park
Der Weg zur Hölle – mit Weitsicht.
Heute besuchen wir den Lassen Volcanic Park, ein Nationalpark nicht nur mit einem aktiven Vulkan, sondern auch heissen Quellen und anderen geothermalen Attraktionen.

Der Schwefel ist allenthalben sicht- und riechbar.
Wer es immer noch nicht glaubt – die Hölle kann hier wirklich nicht mehr weit sein. Ein zweistündiger Wanderweg führt denn auch zur Bumpass Hell.

Ein Herr Bumpass fand dieses Gebiet 1864, brach durch eine dünne Kruste der Oberfläche ein und verbrannte sich die Beine an den darunterliegenden, heissen und oft sehr sauren Wässern – eine Gefahr, vor welcher auch der heutige Besucher auf Schritt und Tritt gewarnt wird.
Wasser dringt bis tief in die "heisse Hölle", sprich, die hier lauernden Magma-Kammern ein, wird dann erhitzt und tritt mit Druck wieder aus – ein spektakuläres visuelles, auditives und olfaktorisches Erlebnis.

Nichts entgeht dem hier dominierenden Vulkan, dem Lassen Peak.

Die Parkstrasse führt über einen 2'594 m hohen Pass – also höher als der Nufenen.

Wir sind auf dem höchsten Gebirgszug weit und breit – entsprechend toll ist die Weitsicht. Man sieht den Lake Almanor von gestern, rund 1 Std. Autofahrt weg, und das ist noch nicht einmal der Horizont.

Leider gab es in dieser Region kürzlich mehrere schlimme Waldbrände. Der schlimmste war das Dixie-Feuer von 2021. Es vernichtete fast 4'000 km2 Wald, also fast 1/10 der Schweizer Fläche (ein Quadrat von 64 km Seitenlänge) und war damit das grösste je beobachtete Feuer in Kalifornien, das aus einem einzigen Brandherd entstand.

Ein bereits von einem früheren Brand angeschlagener Baum fiel auf eine Stromleitung. Eine Sicherung löste nicht aus. Der resultierende Kurzschluss setzte unter dem Baumwurf langsam brennbares Material in Brand. Bis ein Arbeiter des E-Werkes beim sehr schlecht zugänglichen Ort des Unglücks eintraf, war das Feuer bereits nicht mehr kontrollierbar. Es wütete 3.5 Monate, bis es endlich vollständig eingedämmt werden konnte.

Über viele Kilometer durch die zerstörten Wälder zu fahren tat uns sehr weh – letztlich blieb aber doch die Begeisterung über das heute Erlebte zurück
