Panama-Kanal

Panama-Kanal

Samstag, Januar 24, 2026

Eine Ingenieurleistung der Superlative

So wie auf dem Titelbild hatten wir uns den Panama-Kanal vorgestellt:  Man fährt auf der einen Seite hinein, auf der anderen wieder heraus.  Dies war ein bisschen zu einfach gedacht ...

... aber fangen wir von vorne an: Am Vortag passierten wir die schmucke Hafenstadt Cartagena in Kolumbien.

Heute Morgen stieg die Spannung, denn wir näherten uns der Kanal-Einfahrt,

Die neue, sehr elegante Atlantic Bridge überquert den Eingang.  Danach verzweigt sich der Kanal sofort in zwei Teile.  Für den ursprünglichen Ast (rechts) wäre unser Schiff zu gross.  Dank dem neueren (links) durfte die Queen Mary 2 überhaupt das erste Mal in ihrem Leben den Panama-Kanal passieren: Jungfernfahrt!

Denn, oha, da kommen Schleusen.  Das Schiff vor uns ist schon in der 2. Kammer, somit durften wir in die unterste einfahren.

Vereinfacht gesagt sind für unser Schiff im Norden (Atlantikseite) drei Schleusenstufen (Agua clara locks) zu passieren, um in den höhergelegenen Gatun-Stausee (26 m. ü. M.) zu gelangen.  Auf diesem geht es +/- südwärts weiter, um dann wieder über drei Stufen (Cocoli locks) zum Pazifik hinunter zu gelangen.  Die gesamte Länge ist 82 km, statt 15'000 km rund um die Südspitze von Südamerika ...

Die Schleusentore (grün) sind technische Monstren.

Hier sieht man den Querschnitt.

Hier beginnt ein Tor, sich zu schliessen.

Die Sensation, dass die QM2 das erste Mal durch den Panamakanal fährt, zog Massen von Schaulustigen an.

Auch für den erfahrenen Weltreisenden war es ein sehr bewegender Moment, bei diesem Ereignis dabei sein zu dürfen.

Ein letzter Blick zurück auf die wunderschöne Atlantikbrücke ...

... und nach sehr kurzweiligen zwei Stunden Schleusenpassage war bereits der Gatun-See erreicht, mit wartenden Schiffen in der anderen Richtung.  Unsere Fahrt hinunter zum Pazifik findet dann erst morgen statt.  Wir übernachten auf dem Kanal und hoffen, dass währenddessen keine Krokodile ins Schiff klettern!

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